
Titelbild: Sun Shit II, 2008, Acryl auf Leinwand,
150 x 130 cm, Foto: Karl Krauss
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FRANCO KAPPL
1962 Geboren in Klagenfurt
1982 bis 1989 Studium der Malerei an der Akademie
der Bildenden Künste in Wien bei Arnulf Rainer
1987 Max Weiler-Preis
1988 Studienaufenthalt am Royal College in London
1991 und 1997 mehrmonatige New York-Aufenthalte
1994 Erster Preis für Bildende Kunst der Bau Holding AG
Franco Kappls aktuelle Bilder zeugen von einem Richtungswandel,
einer neuen Initialzündung in seiner malerischen Entwicklung.
Expressive Wucht mit malerischer Sensibilität im Dialog.
Nun geht es um ein neues Spannungsverhältnis zwischen
zweidimensionaler Spur und fiktivem Bildraum. Die graphische
Markierung ist nicht nur Manifestation des schöpferischen Aktes,
sondern sie ist auch kompositorisch in das Werk eingebettet.
Diese abstrakte Figur, dieses Zeichen ohne Inhalt entsteht aus
der malerischen Substanz.
Spannend sind die kantig schroffen Übergänge und Brüche
der einzelnen Bildebenen, die zu einem heterogenen, aber
einheitlichen größeren Ganzen werden.
Hinzu kommt die gestische Markierung als wuchtiger Akzent, als „punkiger Beat.”
Florian Steininger |