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Anton Christian hat sich der ernsten Seite der Kunst verschrieben.
Sein Realismus distanziert sich von der schillernd
modischen Alltagswelt und taucht in die essenziellen Sphären
des Menschseins ein. Eine einzelgängerische Position
abseits des neumedial beeinflussten Mainstreams der wiedergefundenen
Figur. Es sind die unangenehmen Themen,
die der Künstler berührt, die Schattenseiten der Wirklichkeit:
Gewalt, Vergehen, Tod. Mit Akribie stellt Christian die
menschliche Kreatur dar, bettet sie spannungsgeladen in
ein bedrohlich tobendes Feld der reinen Malerei und Zeichnung:
ein ständiges Changieren zwischen Figuration und
Abstraktion. Die schwarze Romantik von Goya und seine
akribischen Erzählungen der Gräueltaten des Spanischen
Bürgerkrieges sind dem Tiroler Künstler mental nahe. Aus
ihnen kann er jene ernsthafte moralische Intensität gewinnen,
seine gemahnende Erinnerungen visuell vorbringen.
Florian Steininger, Kunstforum Wien |