Ab Ende der 1990er Jahre erhalten Arthur Salners Gemälde eine formale Fassung. Aus
den organischen Motiven mit figurativem Rest, wie in den Jahren zuvor, sind in stetiger
konsequenter Weiterentwicklung beinahe geometrische Gebilde entstanden, die sich an
Balken, Rechtecke und Quadrate annähern. Diese strenge, minimalistische Formensprache
füllt Salner mit nuancierter malerischer Dichte auf, wodurch ein leichtes Pulsieren der
Farbkörper auf der Bildfläche auftritt. Hinzu kommt ein subtiles Spannungsverhältnis der
Formen zueinander, das zwischen ausgewogener Komposition und prekärer Instabilität
changiert. Die Temperafarbe verhält sich trocken, pastellig, ihre generierten Helligkeits- und
Dunkelwerte strahlend und tiefschwarz.
Florian Steininger |